Die Geschichte der Kulisse Lünen in chronologischer Reihenfolge

 

 

1949

 

Gründung der Spielschar als Lüner Laienspielschar, als eine Gruppe der evangelischen. Jugend, die im damaligen Wichernhaus probte und aufführte. Leiter der Spielschar war der Volksschullehrer Wilfried Buch .

 

1950 Wovon die Menschen leben von Leonid Tolstoy
Am 14.2.1950 schrieb die Westfälische Rundschau Lünen:

Im echten Gemeinschaftsgefühl verlief auch der zweite Teil der Feierstunde, in dessen Mittelpunkt das Laienspiel „Wovon die Menschen leben" stand.

Die ersten Jahre der Spielschargeschichte beinhalten die Einstudierungen

1950  Wovon die Menschen leben  Leonid Tolstoy

 1950 Der Narr mit der Hacke

1951 Der Teufel von Salamanca

                                           2./3.10.1951 Robinson soll nicht sterben im Wichernhaus



23. u. 25.4.1952 Die Bürger von Calais von Rudolf Mirbt
Die Aufführung
im Wichernhaus erfolgte zusammen mit der Evangelischen Jugend St. Georg Lünen, der Kath. Jugend Brambauer und des Neuen Gral Lünen.
H.O.Gresch kam zur Spielschar und erhielt seine erste Rolle als Jacob von Wisant.Der Reinertrag wurde aufgeteilt und betrug ca. 5 DM pro Gruppe.

23. und 24. .7.1953 Jan der Wunderbare von Friedrich Kayssler
Damals nannte sich die Kulisse bereits  Arbeitsgemeinschaft Laienspiel. Während der
Einstudierungszeit verließ Wilfried Buch Lünen, um in Berlin weiter zu studieren. In dieser Zeit wählte die Spielschar Heinrich-Otto Gresch zum Spielleiter.

12.9., 21.10. und 14.11.1954 Die Stadt Wan Lin von Friedrich Feld

Juni 1955 Frauen sind doch klüger von Elisabeth Wagner

 Bilsteintreffen und Michaelsheim Lünen-Süd

Die Spinne von Hans Bernd Pfleging

Pantomimen   Proben in Aula der Berufsschule , bei Kerzenlicht oder "Im Löschteich"

Aufführung im Wichernhaus

1956 Pünktchen und Anton von Erich Kästner

Foto: HO Gresch vorne links, Irene Gresch in der Mitte

Gewinn 96,62 DM

Herbst 1956 Die leeren Hände von Karl Dorpus im Wichernhaus

 

 20.6.1957 Jeppe vom Berge von Ludwig Holberg im Wichernhaus   Foto: Irene & H.O. Gresch

10. 11.1957 Letzter Zug 0 Uhr 10 im Wichernhaus

17.5.1958 Woyzek von Georg Büchner
Die Aufführung fand auf der Wevelsburg zusammen mit der Bergbau-Jugendgruppe Oberaden statt.

Die Arbeitsgemeinschaft Laienspiel nimmt den Namen "Die Kulisse" an.

2.6.1959 Des Königs Schatten von Bernd von Heiseler im Wichernhaus

13.9.1959 Rütli-Schwur von Friedrich Schiller im Heinz-Hilpert-Theater

9.6.1960 Das Lied der Wölfe von Eva Patzig
Die Inszenierung erfolgte zusammen mit dem Hansa-Männerchor und der Bergbau-Jugendgruppe Oberaden. Bei der Generalprobe am Vortag rutschte der Regiesseur H-O.Gresch, eine der Hauptrollen spielend, auf dem Stroh aus und brach sich den Arm. Am nächsten Abend war er dennoch auf der Bühne zu finden.

8.6.1962 Schwarze Schwingen in der Nacht von Heinrich Otto Gresch

8.7.1963 Die Kritik der Jungen Redaktion brachte das Bilstein-Treffen der Jugend wie auch die Arbeit der Kulisse beinahe zum Erliegen.

25. 9. 1965 Messer Pomposo de Frascati von Aloys Lippl

Die Kulisse trennte sich aus Kosten- und Proberaumgründen vom Jugendring und wurde Laienspielkursus der Volkshochschule Lünen

12. 5. l965 Kommissar Peter Peters von Heinrich Otto Gresch

Die Aufführung erfolgte im Theaterwettbewerb um die Goldene Maske des Westdeutschen Rundfunks, gefördert vom Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Mitbewerber war die Volksbühne Bochum. Die Kulisse gewann die Silberne Maske.

 

25. Juni l965 Das Telegramm aus Laruns von Heinrich Otto Gresch

Auch dieses Stück wurde im Rahmen des Wettbewerbs um die Goldene Maske im Kurhaus Bad Salzuflen aufgeführt. Der Mitbewerber im Finale war die Naturbühne Elspe. Die Kulisse gewann die Goldene Maske mit 18 : 7 Punkten.

Dieter und Gaby Hoffmann werden als Kulissenmitglieder Bumika-Prinzenpaar Dieter I und Gaby I.

Bumika (Buttermilchkarneval): Eine Jugendkarnevalveranstaltung des Jugendamts der Stadt Lünen in Zusammenarbeit mit der Kulisse Lünen, Leiter ist Heinrich-Otto Gresch. Bumika bezieht seinen Hofstaat hauptsächlich aus den Reihen der Kulisse.

22.6.1967 Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni im Hilpert-Theater

Beim Umtrunk vor der Fahrt nach Neustadt wird der Wagen mit Requisiten und Kostümen gestohlen. Er konnte später wiedergefunden werden.

  3.+4.3.1969 Der Lampenschirm von Kurt Goetz

 

22.+23.11.1969 Jedermann von Hugo von Hoffmannsthal

Zwei ausverkaufte Aufführungen aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums. Es wirkten mit der Chor der Stifskirche Cappenberg, das Schulorchester Freiherr-v-Stein-Schule und das Bergbau-Jugenddorf Oberaden.

Die Musik schrieb Helmut Morczinietz und er leitete auch den Chor und das Orchester. Die Haupt- und Titelrolle spielte Werner Althoff.


Die Kinder von Irene und
HO" Gresch sind zum ersten Male auf der Bühne. Während seine jüngeren Geschwister Komparsen sind, erhält Michael Gresch, später der Leiter der Kulisse, seine erste Sprechrolle.

 

12.9.1970 Pantomime und Kabarett Die Kulissenschieber" zum Tag der Heimat im Heinz-Hilpert Theater

7.12.1970.1 Das geteilte Flügelpaar Märchen von Heinrich Otto Gresch mit zwei Aufführungen für die Kindervormiete im Hilpert-Theater eine für die AWO, eine für die Dortmund Hansa-Brauerei und zwei für die Firma Schering AG in Bergkamen.

10.12.1971 Die Prinzessin und ihr Narr Märchen von Heinrich-Otto Gresch ebenfalls wieder drei Aufführungen in der Kindervormiete.

 

1972-1974 Ein Generationenwechsel findet statt. Heinrich-Otto Gresch formt aus 20 Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren ein neues Ensemble und probt zweimal in der Woche im Geschwister Scholl- Gymnasium.

1974 Die Kulisse wird 25 Jahre alt.

Nov.1974 Antigone griechische Tragödie von Sophokles

Zwei Aufführungen mit 11 Darstellern und zwei Sprechchören.

1975 Zwei Hauben und eine Posaune von Adalbert Seipold

Sept l976 Die Heiratsvermittlerin von Thorton Wilder
 

Kommentar im Programm von Heinrich-Otto Gresch:"Es gibt in der 25jährigen Geschichte der Kulisse kein Spiel,,das immer wieder aufgegriffen und dann nach mehr oder weniger Probenzeit wieder abgesetzt wurde wie die Heiratsvermittlerin." Obwohl es kein Singspiel war sangen Andreas Kettler und Heiko Hempelmann so schön schräg: "Der Mond ist aufgegangen".

Dez. 1976 Lohengrin und Co Märchenspiel von Heinrich Otto Gresch

Okt. 1977 Zwei Hauben und eine Posaune von Adalbert Seipold

Herbst 1978 Charleys Tante von Brandon Thomas

Heinrich Otto Gresch leitet seit 25 Jahren ununterbrochen die Kulisse Lünen und führt Regie. Nebenbei kümmerte er sich um Bühnenbild, Maske und Kostüme. Eine besondere Spezialität war das „Abschminken“, wenn jemand schlecht gespielt oder seinen Text vergessen hat.

Matthias Schlierkamp machte sich mit seiner ersten Rolle als Diener Brasset einen Namen.

1978 Drei Kinder kommen nach Rumpeldipumpel Märchenspiel von Heinrich Otto Gresch.

Sept. l979 Baby Hamilton Komödie von A. Hart und M. Braddel

Es findet sogar eine Aufführung für das 7. Sanitätsbataillon der Bundeswehr in Hamm statt.

  April l981 Das Spinnennetz Kriminalkomödie von Agatha Christie

Januar l982 Unter Geschäftsaufsicht Schwank von Arnold und Bach

Es fanden zwei Aufführungen im Heinz-Hilpert-Theater, und jeweils eine Aufführung für den Kreisjugendring Unna in der Rausinger Halle in Holzwickede, Neustadt an der Weinstrasse und Gau Bickelheim statt.

Nov.1982 Immer Ärger mit den Alten von M. Brett

Es fanden zwei Aufführungen im Heinz-Hilpert Theater und jeweils eine Aufführung für den Kreisjugendring Unna in der Rausinger Halle in Holzwickede, im Begegnungszentrum Nord (Keuning-Haus) in Dortmund, Jugenddorf Neustadt an der Weinstrasse, und Gau Bickelheim statt.

Okt.1983 Liebe für Liebe von William Congrave
Premiere
im Begegnungszentrum-Nord in Dortmund. Im Dezember 1983 erfolgten zum 25 jährigen Bestehen des Heinz-Hilpert-Theater Lünen zwei weitere Aufführungen.
Mitarbeiter der Städtischen Bühnen Dortmund fertigen die Kulissen an. Jeweils eine Aufführung für den Kreisjugendring Unna in der Rausinger Halle in Holzwickede, im Begegnungszentrum Nord (Keuning-Haus)in Dortmund, Jugenddorf Neustadt an der Weinstrasse, Germersheim, und Gau Bickelheim

1984 Der wahre Jakob von Arnold und Bach

03.10.84 Premiere Heinz-Hilpert Theater
04.10.84 Zweite Aufführung
23.11.84 Keuning-Haus Dortmund
05.01.85 Merzweckhalle in Gau Bickelheim
11.01.85 Kellertheater Neustadt/Jugenddorf
12.01.85 Jugenddorf Homburg Saar
15.01.85 Jugenddorf Niederrhein Moers
24.01.85 Heinz-Hilpert Theater

Die Presse schrieb: „Tolle Tournee der Kulisse“ Doch auch die beste Tournee kommt nicht ohne Pannen aus: Die Souffleuse Claudia bekam Windpocken. Auf dem Weg nach Homburg an der Saar fror die Druckluftanlage des Busses ein. Irene Gresch musste die ganze Fahrt über die Bustür zuhalten, damit die Kulissen nicht auf die Straße fielen. Im Jugenddorf am Niederrhein fiel wegen des strengen Winters die Heizung aus.

5.6.1985 Da liegt was in der Luft
Kabarett der Kulisse im Altenzentrum St. Norbert

1985 Der doppelte Moritz  von Impkehoven und Matthern

1986 Man müsste verheiratet sein  von B. John Priestley

Die Kulisse musste den langjährigen Proberaum in der Aula der Gesamtschule Lünen in der Holtgrevenstraße aufgeben, weil der Direktor Eigenbedarf anmeldete. Frau Borns, Leiterin des Kulturamtes bot der Kulisse die Aula der Schule in Lünen-Süd an. Für Kulissenmitglieder, die kein Auto besaßen, führte dies leider zum Verzicht auf die Teilnahme an den Proben. Trotzdem war die Kulisse froh und dankbar über die schnelle Hilfe.

1987 Vorsicht, Trinkwasser! von Woody Allen.

1987 Das geteilte Flügelpaar Märchenspiel von Heinrich-Otto Gresch

1989 Madame Katja  von Paul Brizot

1989 Pantomime in Lünen und Zwolle

1990 Die spanische Fliege von Arnold und Bach

1991 Ein Dorf ohne Männer von Ödön von Horvat

1992 Die vertagte Nacht von Arnold und Bach

1993 Pension Schöller Posse in drei Aufzügen von C. Laufs und W. Jacobi

1994 Weekend im Paradies Schwank in drei Akten von F. Arnold und E. Bach

Jan.1995 Einladung ins Schloss
Oder die Kunst, ein Spiel zu spielen von Jean Anouilh

Okt 1995 Der müde Theodor Schwank in drei Akten von Max Neal und Max Ferner

1996 Der Talismann von J.N. Nestroy deutsch bearbeitet von H.O.Gresch und aufgeführt im Heinz-Hilpert Theater

1997 Die Familie Hannemann  Schwank von Reimann und Schwarz

 

1997 Der Talisman Komödie von J.N. Nestroy, deutsch bearbeitet von H.O.Gresch
in der Landesgartenschau 1997.
Wegen des schlechten Wetters musste die Aufführung auf den Herbst verschoben werden. Sie war trotzdem ein voller Erfolg.

1998 Der keusche Lebemann  Schwank in drei Akten von F. Arnold und E.Bach. Sehr frei für die Kulisse bearbeitet von H-O Gresch 

 24.1.1999 Martinee mit Festakt zum 50 Jährigen Bestehen

Trotz schwerer Krankheit hat H-O Gresch diese Veranstaltung organisiert. Vor der Veranstaltung verletzte er sich und konnte dem Festakt nicht beiwohnen. Michael Gresch übernahm die Durchführung. Der Festakt fand in Dankbarkeit der Lebensleistung von Heinrich-Otto Gresch für die Kulisse und die Stadt statt.

Auf einen spontanen Aufruf von Peter Holtkamp traten eine Vielzahl ehemalige Mitglieder und weitere Festgäste der Kulisse als Fördermitglieder bei, um den Bestand der Laienspielschar zu sichern.

 

  1999 Der Floh im Ohr von Georges Feydeau,

Frei bearbeitet von Heinrich-Otto und Michael Gresch.

Michael Gresch übernahm neben der Haupt- und Doppelrolle die Regie in der Zeit in der H-O  Gresch im Krankenhaus war und die Durchführung der Aufführungen im Heinz-Hilpert Theater, einer Aufführung in Dortmund für das Jugenddorf und einer Aufführung in Gau Bickelheim.

 

Gesang und Sketche Auftritt und Schulung in Bad Schmiedeberg und Auftritt im Gymnasium Altlünen.  Michael Gresch wird Leiter der Kulisse.

2000 Ein besserer Herr von Walter Hasenclever

2001 Unter Geschäftsaufsicht von Arnold und Bach
 für die Kulisse frei bearbeitet durch Michael Gresch
 

2002 Die Hochzeit des Figaro von Gerd Sprenger

2003  Die Dame vom Maxim von Georges Feydeau
 

2004 Das Ding der Nibelungen von Ingo Sax

2005 Die bessere Hälfte von Arnold und Bach

 

 

2006 Man müsste verheiratet sein von B. John Priestley

 

Thomas Spillecke sprang als Mr Soppitt ein und reiste zu den Proben eigens aus Köln-Troisdorf an.

 

2007 Der kühne Schwimmer von Arnold und Bach

Durch die Unterschriftenaktion bei den Aufführungen wurde wesentlich zur Rettung des Stadttheaters beigetragen.

 

2008 Familie Hannemann Schwank von Reimann und Schwarz

 

 

Am Tag der offenen Tür des Heinz-Hilpert-Theaters am 13. Mai 2007 war die Kulisse mit mehreren Spielszenen vertreten.

 

2009 Die Kulisse feiert ihr 60jähriges Bestehen. Michael Gresch leitet die Geschicke der Spielschar seit 10 Jahren und führt genauso lange Regie.

 

2009 Bubblegum & Brillanten von Jürgen Baumgarten

 

 

2010 Weekend im Paradies ein Schwank von Arnold und Bach

 

 

Am 5.2.2010 lud der Förderverein des Heinz-Hilpert-Theaters zum ersten Lüner Maskenball ein. Die Kulisse Lünen beteiligte sich schon im November 2009 an der Werbung in der Fußgängerzone und gestaltete die Feier mit.

 

  In 2010 fand der vorerst letzte Auftritt in Gau Bickelheim statt. Wir bedanken uns für über 30 Jahre wunderbarer Zusammenarbeit mit tollen Momenten. Jedem neuen Mitspieler wurde immer wieder angepriesen: „Komm mit nach Gau Bickelheim, ansonsten hast du was verpasst.“ Es gibt niemanden, der diesen Satz nicht unterschreiben würde.

 

Am 18.7.2010 war das Kulturhauptstadt-Projekt „Still-Leben A 40“ auf der gesperrten B 1  in Dortmund. Die Kulisse präsentierte sich mit 20 Akteuren, die Szenen aus ihrem neuen Stück „Ein Double zum Geburtstag“ probten.

 

15.01.2011  bis 20.02.2011 Ein Double zum Geburtstag von Ina Kocher. Es war ein besonderes Vergnügen dieses erste Stück der Enkelin von H-O Gresch auf der Bühne des Heinz-Hilpert Theaters aufzuführen. Das Stück wurde sechs mal im Heinz-Hilpert-Theater aufgeführt.  

 21.01.2012 bis 26.02.2012 Der wahre Jakob ein Schwank in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach. Das Stück wurde sechs mal sehr erfolgreich im Heinz-Hilpert-Theater aufgeführt. 

12.01.2013 bis 17.02.2013 Die spanische Fliege ein Schwank in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach.Das Stück wurde sieben mal sehr erfolgreich im Heinz-Hilpert-Theater aufgeführt.

11.01.2014 bis 16.02.2014 Der Gockel ein Schwank in drei Akten vorn George Feydeau übersetzt von Elfriede Jelinek.Das Stück wurde sieben mal sehr erfolgreich im Heinz-Hilpert-Theater aufgeführt.

10.01.2015 bis 01.03.2015 Alles Gute aus Shanghai ein Lustspiel in vier Akten von Horst Helfrich. Das Stück wurde sieben mal sehr erfolgreich im Heinz-Hilpert-Theater aufgeführt.